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INTERVIEW

Wenn Beratung aneinander vorbeigeht: Wie ISO 20700 für mehr Klarheit sorgt

Die DIN EN ISO 20700 bietet einen strukturierten Rahmen, um Beratungsprojekte von Anfang bis Ende klar und transparent zu gestalten. Jochen Keller erläutert im Interview die Vorteile der Norm für die Praxis und die Zusammenarbeit.

3 Personen vor einer Metaplanwand

Beratung ist Vertrauenssache. Doch selbst wenn die Zusammenarbeit gut startet, können unterschiedliche Erwartungen an Ziele, Rollen oder Ergebnisse später zu Missverständnissen führen. Die DIN EN ISO 20700 bietet einen strukturierten Rahmen, um genau das zu vermeiden. Unser „Head of Quality“, Jochen Keller, hat die Zertifizierung nach ISO 20700 absolviert. Im Interview erklärt er, was hinter der Norm steckt, warum sie nicht für mehr Bürokratie sorgt und was sie für die Zusammenarbeit in Beratungsprojekten bedeutet.


Jochen, du bist frisch nach DIN EN ISO 20700 zertifiziert. Hand aufs Herz: Wenn du das auf einer Party erzählst, gucken die Leute erst mal fragend. Wie erklärst du ihnen in zwei Sätzen, was sich dahinter verbirgt?

Jochen: Im Kern geht es darum, ein Beratungsprojekt von Anfang bis Ende strukturiert zu gestalten. In der Angebots-, Ausführungs- und Abschlussphase werden Erwartungen, Ziele, Rollen und Ergebnisse transparent gemacht. So entsteht ein gemeinsames Verständnis darüber, was vereinbart wurde und wie die Zusammenarbeit aussehen soll.


Viele Menschen verbinden ISO-Zertifizierungen sofort mit Normen, Papier und Bürokratie. Was ist bei der DIN EN ISO 20700 für Unternehmensberatung anders?

Jochen: Bei der DIN EN ISO 20700 geht es weniger um bürokratische Papierberge als um einen strukturierten Prozess. Checklisten und klare Abläufe unterstützen dabei, die wichtigen Punkte eines Beratungsprojekts systematisch zu klären. Das kommt mir persönlich sehr entgegen, weil dadurch Dinge, die sonst vielleicht nur im Kopf bleiben, gemeinsam sichtbar und besprechbar werden.


Die Zertifizierung ist an dich als Person gebunden. Wie stellst du als „Head of Quality“ sicher, dass dieser Qualitätsstandard der ISO 20700 nicht nur bei dir bleibt, sondern in die Arbeit aller Projekte von CONTRACT einfließt?

Jochen: Nachdem ich die Zertifizierung durchlaufen hatte, habe ich die Kernelemente der DIN EN ISO 20700 in internen Veranstaltungen vorgestellt und mit den Kolleg:innen diskutiert. Mir geht es dabei vor allem darum, ein gemeinsames Verständnis dafür zu schaffen, was die Norm für unsere tägliche Beratungsarbeit bedeutet. Darüber hinaus werde ich mein Wissen gezielt in einzelne Projekte einbringen, zum Beispiel im Rahmen von Supervisionen.


Wenn du auf deine bisherige Beratungserfahrung zurückblickst: Gab es Projekte, bei denen die Prinzipien der ISO 20700 aus deiner Sicht geholfen hätten, Probleme oder Missverständnisse frühzeitig zu vermeiden?

Jochen: Oh ja, durchaus einige. In manchen Projekten wurden Ziele, Rollen oder erwartete Ergebnisse von beiden Seiten unterschiedlich verstanden. Diese unterschiedlichen Bilder waren zu Beginn nicht immer ausgesprochen worden. Im weiteren Projektverlauf führte das dann zu zusätzlichem Aufwand, insbesondere bei der Nacharbeit. Am Ende waren beide Seiten damit nicht zufrieden. Genau hier setzt die ISO 20700 an: Dinge frühzeitig gemeinsam zu klären, statt unterschiedliche Erwartungen erst im Laufe eines Projekts sichtbar werden zu lassen.


Die ISO 20700 auf den Punkt gebracht

  • Flexibel einsetzbar: Passt für kleine wie für große Projekte.
  • Gemeinsamer Fahrplan: Für Berater:innen und Klient:innen.
  • Klare Strukturen: Reduziert Missverständnisse bei Zielen und Rollen.
  • Mehr Transparenz: Schafft Vertrauen in der Zusammenarbeit.

Sie planen ein Beratungsprojekt und legen Wert auf transparente, qualitätsgesicherte Abläufe? Kontaktieren Sie Jochen Keller direkt!


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